Vagantei Erhardt

Die Vagantei Erhardt ist ein Schattentheater, das in der jetzigen Form seit 1987 kontinuierlich zusammenarbeitet. Neben dem Stammensemble von sieben Künstlern und Künstlerinnen arbeiten weitere gastweise (Entwürfe , Komposition der Musik etc.) mit. Spiel und Sprache werden immer live präsentiert, Musik soweit wie möglich. Die Figuren wurden zumeist in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern entworfen und von F. Paasche gebaut. Die Bühne wurde zu nationalen und internationalen Festivals eingeladen und zeigt seine Stücke teilweise in bis zu vier Sprachen. Obwohl die Vagantei Erhardt - wie der Name schon sagt - ein Tournee-Theater ist, ist das Theatermuseum des Schauspielhauses Hannover eine feste Spielstätte - vor allem auch für die Premieren geworden. Seit der Auszeichnung mit dem Hannoverschen Theaterförderpreis (1998) wird die Vagantei vom Land Niedersachsen und der Lottogesellschaft gefördert. 

Zum 20-jährigen Jubiläum der Vagantei Erhardt richtete das Theatermuseum des Schauspielhauses Hannover ein Schattentheaterfestival ein, für das F. Paasche künstlerisch verantwortlich ist. Dieses Festival findet im Abstand von zwei Jahren statt. In ihren Inszenierungen setzt die Vagantei Erhardt unterschiedliche Techniken auf verschiedenen Schirmen - von der Halbrundbühne mit einem Radius von 1,20 m bis zu einem Schirm von 4 mal 3 m ein. Die Inszenierungen können auch im Außenraum mit Metalldampfprojektoren auf Gebäude projiziert werden, so dass Bilder bis zu 20 m Breite erzeugt werden könenn. Die Animation der Figuren baut auf der von Ernst Moritz Engert und Prof. Otto Krämer begonnenen Technik auf und wurde inzwischen so weiterentwickelt, dass hochbewegliche Figuren mit bis zu siebzehn Bewegungsmöglichkeiten (Pupillen, Lider, Mund, Zunge, Kopf, Hände, Finger, Beine, Rumpf etc.) von ein bis zwei Spielern pro Figur zum Leben erweckt werden. Diese Figurinen werden frei im Lichtraum oder auf einer bis mehreren Schienen, an Fäden hängend, mit Stäben oder direkt an Projektoren belebt. Dabei werden sie von unterschiedlichsten Lichtquellen und Farbglasprojektoren in Szene gesetzt. 

Neben den Figuren kommen in einzelnen Inszenierungen Menschen, Objekte, Alraune, Hände, Flüssigkeiten etc. zum Einsatz. Aus über 500 Figuren besteht das "hölzerne Ensemble" und das derzeitige Repertoire umfasst Kinder- Jugend- und Erwachsenenstücke: Einige können mehrsprachig (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch) präsentiert werden und wurden auf vielen nationalen und internationalen Festivals gezeigt. Eine Besonderheit der Vagantei Erhardt liegt darin, dass Aufführungen nicht nur in Theatern möglich sind, sondern auch in Räumen, die für Theater nicht konzipiert wurden wie z.B. in Kirchen, Museen, Schlosssälen.

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