Die-Muse-schweigt Theaterwerkstatt c Thomas-Finster Theater-im-Pavillon

Zwei deutsche Frauen und zwei Araber gehen gemeinsam auf die Bühne und es geht nicht um Asyl! - Oder doch? Die einen haben schon kein Theater mehr, die anderen haben noch ein bisschen Geld. Zusammen fangen sie an zu spielen, streifen komplexe Sachverhalte und streiten sich über die einfachsten Dinge. Klischees, Vorurteile und Missverständnisse versuchen sie beharrlich aus dem Weg zu räumen auf ihrer Suche nach einem optimistischen Märchen der Zukunft.

Nach der Premiere im April können nun endlich im Dezember 4 weitere Aufführungen der internationalen Koproduktion folgen.

Nachdem sich 2015 die Situation für das palästinensische Partnertheater Al Midan in Haifa zugespitzt hatte, ist dieses der zweite Anlauf, die lang angebahnte Koproduktion allen Hindernissen zum Trotz auf die Bühne zu bringen. Ein ‚work in progress‘-Projekt, begleitet von dem renommierten Regisseur und Schauspielprofessor Vladimir Bouchler.

Hintergründe

Internationale Koproduktion theaterwerkstatt

Dieser Produktion geht eine lange Geschichte voraus. Angefangen 2012 mit der Bitte der Niedersächsischen Staatskanzlei, Kontakt zu palästinensischen Theaterkollegen in Israel aufzubauen. Danach Gastauftritte der theaterwerkstatt in Haifa und Tel Aviv 2013; 2014 folgten zwei eigene Projekte in Hannover, die sich dem komplexen Sachverhalt zwischen Israel und Palästina gewidmet haben: „Die nachhaltigsten Erfahrungen haben wir dabei mit unserem Projekt UNFORTUNATELY IT WAS PARADISE ODER LIEGENBLEIBENDE WURSTBROTE gemacht. In dieser Arbeit haben wir uns mit unseren eigenen Biographien in Bezug zum Nahostkonflikt gesetzt. Ausgangspunkt war unsere Reise durch Israel/Palästina, zu den Golanhöhen und in die Westbank hinein. Und es war erstaunlich, wie viele Verknüpfungspunkte wir fanden, auch wenn es scheinbar erstmal keine direkte Verbindungslinie aus der Nazivergangenheit der eigenen Familie gegeben hat. Diese aufwendige Recherche über die persönlichen Reiseeindrücke hinweg in die geschichtlichen Dimensionen und Fakten hat uns in die Virulenz dieses Themas hineinkatapultiert.“

2015 folgte das Gastspiel „1945“ vom Partnertheater Al Midan aus Haifa. Dieses Gastspiel fand bundesweit große Presseresonanz, da das Al Midan Theater von der sich verschärften Zensur der Kulturministerin Miri Regev betroffen war. Jetzt formieren die beiden Schauspieler, die gemeinsam mit den Spielerinnen der theaterwerkstatt auf die Bühne gehen und bis zur vorläufigen Schließung am Al Midan Theater in Haifa waren, unter dem Namen „Maraya Theater“ aus Maghar, Nord Galiläa.

Neuigkeiten

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