Bielefelder Königinnen

Bielefeld Fth

»Die Makita. Ist das beste, was es gibt. Ich hab die Makita von meinem Vater bekommen zu meinem achten Geburtstag mit ner Karte: Für meinen Sohn. Aber Mama fands irgendwie unangemessen oder so, ich weiß nicht, jedenfalls hat sie die dann verräumt. Und dann war se weg. Als se dann hier ausgezogen ist, meine Mutter, dann habe ich hier erstmal aufgeräumt. Weggeschmissen, unheimlich viel weggeschmissen. Eigentlich alles. Und da hab ich die Makita gefunden, in dem Geschenkkarton, mit der Karte, war eindeutig. Und, ja, da hab ich angefangen ein paar kleine Sachen zu bauen, erstmal. Und dann immer größer und immer größer. Und dann, ja, das Theater. Hab ich selber gebaut. Ist mein Theater, 12334 Spaxe, habe ich alle gezählt, naja gut, war jetzt nicht so schwer, stand auf den Verpackungen drauf, einfache Addition, aber dennoch.«

Aus Chechovs »Die Möwe« destilliert das Ensemble die Beziehung der working-single-mum Arkadina zu ihrem erwachsenen Sohn Kostja und verbindet das Stück mit eigenem Material. Einblicke in eine heutige Mini-Familie: mit ohne Männer.

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