tanzOFFensive 2018

Postakrte Festival 1

Festival vom 2. Februar bis 10. März

COMMEDIA FUTURA startet mit einem üppigen Festival ins neue Jahr. Aus Anlaß des 30. Jahrestag der Eröffnung des Schwarzen Saals kommen internationale Gäste: Aus Budapest Ferenc Fehér, aus Prag Lenka Vagnerova&Company, aus Italien die Esklan Art’s Factory, aus der Schweiz das Duo Jaccard/Schelling (Drift), aus Deutschland Jan Jedenak (Dekoltas Handwerk). Zum Auftakt gibt es Maura Morales „Exceso de la nada“ (Überfluß des nichts), indem sie sich mit ihrer kubanischen Heimat auseinandersetzt, und am Ende hat die portugiesiche Tänzerin Liliana Barros eine starken Solo-Auftritt. Macht summa summarum 20 Abende aktuelles Tanztheater.

Es ist ein bißchen wie früher und doch kein bißchen nostalgisch. Schließlich gehört es zum Konzept des Festivals, daß die auftretenden Künstler schon einmal in der EISFABRIK zu Gast waren. Wie Béatrice Jaccard und Peter Schelling, die mit ihrem Tanzstück „Drift“ schon 1990 im Rahmen der TanzTheaterTage aufgetreten sind. 2018 kommen sie mit einer Konzert-Trickfilm-Performance, die anläßlich ihres eigenen 30jährigen Bühnenjubiläums entstanden ist und sich als Work in Progress stetig weiter entwickelt. Genau um diese stetige Weiter-entwicklung geht es den Leitern des Festivals, Peter und Wolfgang A. Piontek. Sie präsentieren zur tanzOFFensive 2018 neue Produktionen. Aber diese Produktionen entstehen nicht aus dem nichts, sie haben eine künstlerische Geschichte, fußen auf jahre- oder gar jahrzehntelanger Erfahrung.

Ausnahmen? Newcomer? Natürlich, die gibt es auch. So ist die Esklan Art’s Factory um die itelienische Choreographin Erika Silgoner zum ersten Mal in Hannover zu sehen. Mit einem Stück zu Ehren des Komponisten John Cage, das auf ungewöhnliche Weise das Publikum mit einbezieht. Und der junge Objektkünstler Jan Jedenak kommt mit einem Stück magischen choreographischen Theaters, das als Abschlußarbeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart entstanden ist.

Tanz, so zeigt das Festival, ist nicht gleich Tanz, zumal die Randbereiche sind unscharf, aber gerade deshalb umso spannender. Das Festival-Programm wird ergänzt durch ene Reihe von Workshops. Eine Tanzfilmreihe im KoKi ist in Planung. Und natürlich darf die Jubiläums-Feier nicht fehlen. Am Sonnabend, 3. März, gibt es nach der Performance der Esklan Art’s Factory zunächst Musik von der Harfenistin Léel, ehe die Party mit DJ O:Lee steigt.