Wolken sind ziehender Ärger

Ein Stück von Ad de Bont für Menschen ab 10 Jahren

Wolken Sind Ziehender Rger 1C Harald Schandry Mathias Janke

Mann und Frau befinden sich in einem Klassenzimmer in scheinbar klaren Verhältnissen: Er zunächst ohne eigene Meinung, sie kämpft gegen Chaos, Unwissenheit und Sittenverfall. Das Wer-ist-was-Spiel über Beziehungen, Macht und Abhängigkeiten bewegt sich zwischen Absurdität und Tragik, Witz und Wahnsinn. Ein abrupter Rollentausch wirft Fragen auf: wer hat hier recht? Wer hat sogar mehr recht? Hat hier niemand recht?

Es ist ein Machtkampf, ein Spiel mit der Liebe und mit der Wut, ein amüsantes und fortwährendes Ringen um die Lufthoheit über die jeweilige Situation. Mit dem wechselnden Dominanzstreben der jeweiligen Figur wird eines deutlich – es gibt keine absoluten Wahrheiten.  

Wer der Bestimmer ist, bestimmt auch, wer Recht haben darf.

Die Kinder können Bezüge zu ihrem eigenen Leben herstellen – Macht und Ohnmacht, Ungerechtigkeit und, nach vertauschten Rollen, sogar so etwas verbotenes wie Rachegelüste. All das erleben auch sie – in abgeschwächter Form - zu Hause, in der Schule, im Spiel auf dem Schulhof, beim Sport. Dabei werden sie immer wieder mit den eigenen moralischen und ethischen Kriterien und angelernten Verhaltensregeln konfrontiert und geraten auch in innere Konflikte: Wie weit darf ich in der Verfolgung meiner Ziele gehen? Oder wie sehr darf ich meine eigenen Wünsche außer Acht lassen, um mein Gegenüber zu schonen? 

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