Outside - das Pornoding

eine szenische Audio-Performance im Ihmezentrum Hannover

Premiere

Das Pornoding Foto 3 1 Frank Schinski

Outside – Das Pornoding“ ist der zweite Teil der Trilogie >Inside – Outside – Nowhere< (3 Reisen in die Intimzone), in der sich das Ensemble von fensterzurstadt mit einer Reihe von szenischen Experimenten beschäftigt, die inhaltlich um die Frage kreisen, wie unsere Gesellschaft mit Liebe, Sex und  Intimität umgeht. Ausgangsmaterial des Projektes sind Interviews mit Menschen, die in den 1990er Jahren in den Studios der Pornoproduzenten Teresa Orlowski und Hans Moser in Hannover gearbeitet haben. In den Räumlichkeiten einer überdachten Ladenpassage im Ihmezentrum Hannover folgt fensterzurstadt ihren Berichten und Geschichten und erzählt von den Jahren, in denen in Hannover in großem Stil Geld mit Pornografie verdient wurde.


Inszenierung: Ruth Rutkowski / Text: Sascha Schmidt / Schauspiel: Elke Cybulski, Alexandra Faruga, Carsten Hentrich / Musik & Audioeinrichtung: Heino Sellhorn / Licht: Alexander Tripitsis / Produktionsleitung & Öffentlichkeitsarbeit: Carsten Hentrich / Ausstattung: Melanie Huke, Rike Glandorf, Ruth Rutkowski / Soko 2018: Tobias Felice, Anja Greulich, Sigrun Homann, Kristin Leckelt, Katharina Lottmann, Maria Rohweder, Dorothea Schnückel, Klaus Simon


Die Produktion wird gefördert durch  das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Region Hannover, Stiftung Niedersachsen und Stiftung Kulturregion Hannover.

In Kooperation mit der Zukunftswerkstatt-Ihmezentrum e.V.

ab 20. Juni im Ihmezentrum hannover: https://www.facebook.com/fenst...

Pressestimmen:

Das Pornoding“ist das Ergebnis einer lokalhistorischen Tiefenbohrung. Das Ensemble hat ehemalige Mitarbeiter von Teresa Orlowskis Pornoimperium ausfindig gemacht und befragt. Ein Herr, der sich um die Büroarbeit gekümmert hat, eine junge Frau, die die Wäsche gebügelt und für die Dreharbeiten hergerichtet hat, eine Synchronstöhnerin, jemand, der für das Catering gesorgt hat („nein, besonders eiweiß- reich haben wir eigentlich nicht gekocht“), und auch zwei Pornodarsteller kommen zu Wort. Sascha Schmidt hat das, was sie gesagt haben, fürs Theater bearbeitet. […] Besonders berührend sind die Aussagen der Catering-Dame und des Mannes aus dem Büro. Sie erzählt von den männlichen Pornodarstellern: „Die suchten Kontakt und versuchten noch, irgendeine Form von Liebe da hineinzubasteln.“ Und er sagt: „Das, was man sieht, kriecht durch die Augen direkt in einen hinein.“ Und: „Wenn du das jeden Tag siehst, dann macht das doch was mit dir."

„Das Pornoding“ ist großartiges Stadttheater. Es beleuchtet einen fast vergessenen Teil der Stadtgeschichte und klärt auf: über Liebe und Geschäft und über die graue Normalität, die in der schillerndsten Ausnahmetätigkeit steckt.

(HAZ vom 23. Juni 2018)

250 Mark pro Kassette, und 2000 gingen pro Tag raus, das kann man sich ja mal ausrechnen“– mit Porno wurde und wird Geld verdient, das macht der Text von Sascha Schmidt klar. Grundlage waren Interviews, die er mit Veteranen der Industrie führte. Über die Abstumpfung, den „emotionalen Overkill“, wie es der Produzent ausdrückt, spricht das Stück auch und erlaubt so jedem Zuschauer, eine differenzierte Meinung zum Gehörten zu entwickeln, ohne es schwerfällig zu kommentieren.“

(Neue Presse vom 22. Juni 2018)

Neuigkeiten

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