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Agentur für Weltverbesserungspläne

Die Beuysschen Lieblingszitate der AgentInnen „Wer nicht denkt, fliegt raus" und „Demokratie ist lustig" sind symptomatisch für die künstlerische Arbeit der AWP.

Die KünstlerInnen der AWP denken über komplexe gesellschaftsrelevante Themen nach und bearbeiten diese auf sinnlich erfahrbare Weise mit einer formalen, bildhaften und komödiantischen Vielfalt in ungewöhnlichen Konstellationen und Räumen. Sie stellen Fragen und suchen nach Antworten. Sie intervenieren, irritieren, interagieren und das ebenso komisch wie ernsthaft. Sie suchen den subversiven Impuls im theatralen Moment. Sie reflektieren die Alltagserfahrungen des Publikums sowie die Entwicklungen populärer Phänomene in einer zunehmend medial vermittelnden Wirklichkeit. Und sie wollen mit dem, was sie gelernt haben – Kunst – die Welt verändern. Und zwar in ganz großem Stil! Aber da das mit dem ganz großen Stil dann doch nicht so richtig funktioniert – der Beruf „Theater" eignet sich nicht wirklich für die Revolution – sollen zumindest Theaterstücke entstehen, die unterhaltsam sind und zum Nachdenken anregen.

Das Augenmerk der AWP liegt in der Inszenierung von Alltagsräumen. Sie verlässt den klassischen Theaterraum und bespielt Ladenlokale, Scheunen, Fabrikhallen, Klassenzimmer, Wohnungen, Kirchen und regt so die Diskussion über Theater vor Ort an. Sie inszeniert Rundgänge und Rundfahrten und sucht nach Formaten, die die Trennung von Bühnen- und Publikumsraum auflösen. Das Kunstprodukt wird so zum Mitspieler und ermöglicht damit den Dialog über Kunst und Alltag. Die Themen bestimmen den Spielort, aber die AWP wählt ebenso Alltagsräume, die mit ihrer Struktur, Zuweisung und Geschichte das Sujet vorgeben. Die Interdisziplinarität dieser Produktionen bietet eine breite Inszenierungsvielfalt, die Bild, Musik und Text gleichberechtigt behandelt.

Die AWP AgentInnen sind unterwegs, um ihre Sektionen zu unterschiedlichen Themenkomplexen zu briefen und revolutionäres Potential zu wecken. Und dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Sie nutzen all das, was die Theaterabende nach ihrer Ansicht brauchen: Musik, Entertainment, Schock, Information, Irritation. Mit Anarchie und Komik steuert die AWP auf ihre postmoderne Revolutionstheorie zu. Und dabei vergisst sie nicht ihr Publikum. Denn sie will ihren ZuschauerInnen einen unterhaltsamen und nachdenklichen Kunstgenuss und ein unvergessliches Theatererlebnis bieten.

Die AWP freut sich auf Sie!

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